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Kurzinformationen

Empfehlungen für die Praxis

Hier finden Sie als Ingenieur Empfehlungen für Ihre Arbeit. Die Kurzinformationen wurden vom statisch-konstruktiven Ausschuss (Stako) der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Baustatik in Baden-Württemberg verfasst.

Diese Mitteilungen basieren auf Erfahrungen der Prüfingenieure für Baustatik; sie sind in der Regel mit den Landesbehörden abgestimmt, sind jedoch keine verbindliche Festlegung

Anwendungsrandbedingungen für Bewehrungsanschlüsse mit nachträglich eingemörtelten Bewehrungsstäben

Nr. 148
Sachgebiet Stahlbeton- und Spannbetonbau
DIN DIN 1045, 1045-1
Datum 19.07.2002
 

Anschlüsse mit nachträglich eingemörtelten Bewehrungsstäben werden in der Praxis zunehmend angewendet. Da es sich bei solchen Anschlüssen in der Regel um sicherheitsrelevante Verbindungen handelt, die nicht in Normen geregelt sind, müssen sie auf der Basis einer Zustimmung im Einzelfall oder einer bauaufsichtlichen Zulassung ausgeführt werden.

 

Z.Zt. liegen für verschiedene Systeme bauaufsichtliche Zulassungen vor (Hilti Hit,

- HY 150, Upat-UPM 44...).

 

Aus gegebenem Anlass wird darauf hingewiesen, dass nach den Zulassungen, Ziffer 1.2, Anwendungsbereich, nur Bewehrungsanschlüsse ausgeführt werden dürfen, die auch mit einbetonierten geraden Betonstählen möglich sind. Dies bedeutet, dass bei der Einleitung von Zugkräften der Nachweis der Weiterleitung in vorhandene Bewehrungsstäbe geführt werden muss.

 

Zu beachten ist außerdem, dass die mit der Ausführung vor Ort betrauten Fachkräfte geschult und zertifiziert sein müssen (Zulassung Ziffer 4, Bestimmungen für die Ausführung).

 

Die hier angesprochenen Bewehrungsanschlüsse dürfen nicht mit Verbundankern verwechselt werden. Diese haben ihre eigene Zulassung.

 

Diese Kurzinformation stellt die mehrheitliche Meinung des Statisch Konstruktiven Ausschusses der VPI Baden-Württemberg zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar.

Die Aktualität des Inhaltes, insbesondere der Normenbezüge, ist eigenverantwortlich zu beurteilen.