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Kurzinformationen

Empfehlungen für die Praxis

Hier finden Sie als Ingenieur Empfehlungen für Ihre Arbeit. Die Kurzinformationen wurden vom statisch-konstruktiven Ausschuss (Stako) der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Baustatik in Baden-Württemberg verfasst.

Diese Mitteilungen basieren auf Erfahrungen der Prüfingenieure für Baustatik; sie sind in der Regel mit den Landesbehörden abgestimmt, sind jedoch keine verbindliche Festlegung

Abstandhalter aus Kunststoff

Nr. 144
Sachgebiet Stahlbeton- und Spannbetonbau
DIN DIN 1045
Datum 11.05.1998
 

In letzter Zeit werden immer häufiger Betonstahl- Abstandhalter auf den Baustellen verwendet, die sowohl die Standsicherheit der Konstruktion gefährden als auch deren Dauerhaftigkeit beeinträchtigen.

 

Durch bandartige Kunststoffteile wird die statische Nutzhöhe örtlich vermindert. Gleichzeitig wird durch Kerbwirkung eine ungünstige Spannungskonzentration hervorgerufen. Außerdem werden im Zugbereich Rissbildungen vorgegeben.

 

Abstandhalter mit glatten und gerade durchgehenden Oberflächen können zu einem schnellen lokalen Vordringen der Karbonatisierungsfront bis zur Bewehrung führen. Sie erfüllen dann nicht die Forderungen von DIN 1045 (7.88) Abs. 13.1 (3), wonach der Korrosionsschutz durch Abstandhalter nicht beeinträchtigt werden darf. Deshalb sollten nur Abstandhalter mit punktförmiger Abstützung an der Schalung bzw. entsprechend dem u.g. Merkblatt des DBV verwendet werden.

 

Bei Verwendung ungewöhnlicher Abstandhalter muss die Tauglichkeit nach ingenieurmäßigem Ermessen beurteilt werden.

 

LITERATUR:

 

ZTV-K (Ausgabe 1996)

 

DBV-Merkblatt ,,Abstandhalter' (2.97)

 

DBV-Merkblatt ,,Wasserundurchlässige Baukörper aus Beton' (6.96)

 

Diese Kurzinformation gründet auf der Information Nr. C 28 des Koordinationsausschusses der Prüfämter und Prüfingenieure für Baustatik in Bayern

 

Diese Kurzinformation stellt die mehrheitliche Meinung des Statisch Konstruktiven Ausschusses der VPI Baden-Württemberg zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar.

Die Aktualität des Inhaltes, insbesondere der Normenbezüge, ist eigenverantwortlich zu beurteilen.