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Kurzinformationen

Empfehlungen für die Praxis

Hier finden Sie als Ingenieur Empfehlungen für Ihre Arbeit. Die Kurzinformationen wurden vom statisch-konstruktiven Ausschuss (Stako) der Landesvereinigung der Prüfingenieure für Baustatik in Baden-Württemberg verfasst.

Diese Mitteilungen basieren auf Erfahrungen der Prüfingenieure für Baustatik; sie sind in der Regel mit den Landesbehörden abgestimmt, sind jedoch keine verbindliche Festlegung

Gleichzeitige Belastung durch Wind und Schnee

Nr. 122
Sachgebiet Einwirkungen
DIN DIN 1055
Datum 07.05.1993
 

Im Abschnitt 5.2 von DIN 1055, Teil 5, Ausgabe Juni 1975 heißt es:

 

'Bei Dächern über 45° Neigung braucht mit gleichzeitiger Belastung durch Wind und Schnee entsprechend Abschnitt 5.1 nur dann gerechnet zu werden, wenn Schneeansammlungen, z.B. bei Zusammenstoß mehrerer Dachflächen, möglich sind oder in Gebieten mit besonders ungünstigen Schneeverhältnissen.'

 

Zur Beantwortung der Frage, welche Gebiete als solche 'mit besonders ungünstigen Schneeverhältnissen' einzustufen sind, kann nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums (oberste Baurechtsbehörde) die Größe der für den Bauwerksstandort festgelegten Regelschneelast so als ein mögliches Beurteilungskriterium herangezogen werden.

 

Gebiete mit so ³ 1,00 kN/m2 können als solche mit besonders ungünstigen Schneeverhältnissen angesehen werden.

 

Diese Auslegung wurde schon 1971 in 'Ergänzenden Bestimmungen des Innenministeriums' zu DIN 1055, Blatt 4 veröffentlicht. Sie wurde im Einführungserlaß für DIN 1055, Teil 5, Ausgabe Juni 1975 nicht wiederholt, entspricht aber lt. Auskunft der obersten Baurechtsbehörde nach wie vor dem Stand des Wissens.

 

Diese Kurzinformation stellt die mehrheitliche Meinung des Statisch Konstruktiven Ausschusses der VPI Baden-Württemberg zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dar.

Die Aktualität des Inhaltes, insbesondere der Normenbezüge, ist eigenverantwortlich zu beurteilen.