Verordnung
des Wirtschaftsministeriums über die Festsetzung
der Gebührensätze für öffentliche Leistungen der
staatlichen Behörden für den Geschäftsbereich des
Wirtschaftsministeriums (Gebührenverordnung Wirtschaftsministerium
- GebVO WM) |
Vom 20. Oktober
2006
(in Kraft getreten am 21. November 2006) |
| Nr. |
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Gegenstand |
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Gebühr Euro |
| 11.12 |
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Bautechnische Prüfung (§
17 LBOVVO) und Typenprüfung (§ 68 LBO) |
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a) |
Die Gebühren für die
bautechnische Prüfung richten sich nach den Bauwerksklassen und den
anrechenbaren Bauwerten. |
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b) |
Die zu prüfenden baulichen Anlagen werden
entsprechend ihrem statischen und konstruktiven Schwierigkeitsgrad in
Bauwerksklassen eingeteilt. Die Bauwerksklassen und die für bauliche
Einteilung maßgebenden Merkmale ergeben sich aus Nr. 11.13. Besteht
eine bauliche Anlage aus Bauteilen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad,
so ist sie entsprechend dem überwiegendem Leistungsumfang einzustufen.
Bauhilfskonstruktionen ohne direkte Verbindung oder Abhängigkeit
zum Bauwerk oder zu neu zu erstellenden Bauteilen, für die Standsicherheitsnachweise
zu prüfen sind, gelten als gesonderte bauliche Anlagen. |
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c) |
Für die in Nummer 11.14 aufgeführten
Gebäudearten sind die anrechenbaren Bauwerte aus dem Brutto-Rauminhalt
der baulichen Anlage, vervielfältigt mit dem jeweils angegebenen
Wert je Kubikmeter Brutto-Rauminhalt, zu berechnen. Die anrechenbaren
Bauwerte der Nummer 11.14 basieren auf der Indexzahl 1,00 für das
Jahr 2005. Für die folgenden Jahre sind diese anrechenbaren Bauwerte
mit einer von der obersten Baurechtsbehörde bekannt zu machenden
Indexzahl zu vervielfachen, die sich aus den vom Statistischen Bundesamt
veröffentlichten gemittelten Preisindices für den Neubau von
Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden mit Umsatzsteuer (Deutschland)
ergibt. |
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d) |
Für die nicht in Nummer 11.14 aufgeführten
baulichen Anlagen sind als anrechenbare Bauwerte die anrechenbaren Kosten
bei Gebäuden, baulichen Anlagen und Ingenieurbauwerken unter Zugrundelegung
eines Kostenanschlages *) nach DIN 276, Ausgabe April 1981, zu ermitteln.
Für die Ermittlung der anrechenbaren Kosten sind die vollständigen
Kosten der Gewerke nach Verzeichnis Nr. 11.15 anzusetzen. Zu den anrechenbaren
Kosten zählen darüber hinaus auch die nicht in den Kosten nach
Satz 2 enthaltenen Kosten für Bauteile, für die ein Standsicherheitsnachweis
geprüft werden muss, ausgenommen die Kosten für Außenwandbekleidungen
(s. hierzu Nummer 11.12.14 Satz 1 Buchst. c). Bei Umbauten sind auch die
Kosten von Abbrucharbeiten anrechenbar, sofern ein statischer Nachweis
erforderlich ist. Die Berücksichtigung von vorhandener Bausubstanz,
die in die statische Berechnung mit einbezogen werden muss, ist bei den
anrechenbaren Bauwerten zu berücksichtigen. Hiervon bleibt die Nr.
11.12.9 unberücksichtigt. Nicht anrechenbar sind die auf die Kosten
nach den Sätzen 2 und 3 entfallenden Umsatzsteuer und die in §
62 Abs. 7 HOAI in der Fassung vom 4. März 1991 genannten Kosten.
Bei der Ermittlung der anrechenbaren Kosten ist von den Kosten auszugehen,
die bei fachkundiger Ausführung am Ort der Bauausführung im
Zeitpunkt der Erteilung des Prüfauftrags erforderlich sind, einschließlich
des Wertes etwaiger Eigenleistungen (Material- und Arbeitsleistung). |
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e) |
Auf Antrag des Bauherrn sind der Gebührenberechnung
auch für die in Nummer 11.14 aufgeführten Gebäudearten
als anrechenbare Bauwerte die vollständigen Kosten für die Gewerke
nach Verzeichnis Nr. 11.15 anzusetzen, wenn der Bauherr bis zum Baubeginn
durch eine nachprüfbare Ermittlung der Kosten über einen Kostenanschlag
nach DIN 276 (Ausgabe April 1981) darlegen kann, dass diese um mehr als
ein Drittel von den nach Nummer 11.14 ermittelten anrechenbaren Bauwerten
abweichen und sofern die auf dieser Grundlage ermittelte Gebühr in
einem angemessenen Verhältnis zum Aufwand steht; Nummer 11.12.14
Abs. 1 Buchst. b) bleibt unberührt. Ferner gilt Buchstabe d) entsprechend. |
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f) |
Die Gebühren werden in Promille der anrechenbaren
Bauwerte berechnet, sofern sie nicht nach Nummer 11.12.14 nach dem Zeitaufwand
zu berechnen sind. Die Grundgebühr ergibt sich entsprechend der Bauwerksklasse
aus der Gebührentabelle bei Nummer 11.16. Zwischenwerte sind geradlinig
zu interpolieren. |
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g) |
Umfasst ein Prüfauftrag mehrere bauliche
Anlagen, so ist die Gebühr für jede einzelne Anlage getrennt
zu berechnen. Gehören bauliche Anlagen der gleichen Bauwerksklasse
an, so sind, wenn sie in statischer und konstruktiver Hinsicht weitgehend
vergleichbar sind und die Bauvorlagen gleichzeitig zur Prüfung vorliegen,
die anrechenbaren Bauwerte dieser baulichen Anlagen zusammenzufassen;
die Gebühr ist wie für eine bauliche Anlage zu berechnen. |
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| 11.12.1 |
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Prüfung der statischen Berechnungen |
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die Grundgebühr nach der
Gebührentabelle Nr.11.16 |
| 11.12.2 |
|
Prüfung der zugehörigen
Konstruktionszeichnungen |
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1/2 der Grundgebühr |
| 11.12.3 |
|
Prüfung von Elementplänen
des Fertigteilbaus sowie Werkstattzeichnungen des Metall- und Ingenieurholzbaus
zusätzlich zu den üblichen Konstruktionszeichnungen |
|
je nach dem zusätzlichen
Aufwand ein Zuschlag bis 1/2 der Grundgebühr |
| 11.12.4 |
|
Prüfung des Schallschutznachweises |
|
1/20 der Grundgebühr; höchstens
jedoch 1/20 der sich aus der Bauwerksklasse 3 ergebenden Grundgebühr;
wird der Standsicherheitsnachweis nicht mitgeprüft, erhöht sich
die Gebühr auf 1/10 der entsprechenden Grundgebühr |
| 11.12.5 |
|
Prüfung des Nachweises der
Feuerwiderstandsdauer der tragenden Bauteile |
|
1/20 der Grundgebühr; höchstens
jedoch 1/20 der sich aus der Bauwerksklasse 3 ergebenden Grundgebühr;
wird der Standsicherheitsnachweis nicht mitgeprüft, erhöht sich
die Gebühr auf 1/10 der entsprechenden Grundgebühr |
| 11.12.6 |
|
Prüfung von Nachträgen
zu den statischen Berechnungen und den Konstruktionszeichnungen infolge
von Änderungen oder Fehlern |
|
eine Gebühr je nach dem zusätzlichen
Aufwand,* höchstens jedoch jeweils die Gebühr nach Nummer 11.12.1
und 11.12.2 |
| 11.12.7 |
|
Gesonderte Lastvorprüfung
auf Veranlassung des Bauherrn |
|
1/4 der Grundgebühr |
| 11.12.8 |
|
Prüfung von zusätzlichen
statischen Nachweisen für
-Bauzustände
-Erdbebenschutz
-Bergschädensicherung
-Sonderlasten (z.B. Luftschutz, Militärlasten)
-Brandschutz ** |
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eine Gebühr je nach dem zusätzlichen
Aufwand*** |
| 11.12.9 |
|
Für die Prüfung von
statischen Berechnungen und Konstruktionszeichnungen bei Umbauten und
Aufstockungen kann entsprechend dem Bearbeitungsmehraufwand ein Zuschlag
bis zur Hälfte der Gebühren nach Nummer 11.12.1 und 11.12.2
erhoben werden |
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| 11.12.10 |
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Werden Teile der statischen Berechnung
in größeren Zeitabständen vorgelegt und wird dadurch der
Prüfaufwand erheblich erhöht, kann ein Zuschlag bis zur Hälfte
der Gebühr nach Nummer 11.12.1 erhoben werden |
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| 11.12.11 |
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In besonders gelagerten Fällen
können abweichend von Nummern 11.12.1 bis 11.12.10 Gebühren
erhoben werden, die den besonderen Schwierigkeitsgrad oder den erweiterten
Umfang einer Leistung berücksichtigen. |
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| 11.12.12 |
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Umfaßt ein Prüfauftrag
mehrere bauliche Anlagen mit gleichen Standsicherheitsnachweisen und gleichen
sonstigen Nachweisen, so ermäßigen sich die Gebühren nach
Nummern 11.12.1 bis 11.12.6 sowie nach Nummern 11.12.9 und 11.12.10 für
die zweite und jede weitere bauliche Anlage auf ein Zehntel. |
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| 11.12.13 |
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Besteht eine bauliche Anlage
aus gleichartigen, durch Dehnfugen unterteilten Abschnitten, für
welche zumindest dieselbe statische Berechnung und dieselben bautechnischen
Nachweise des Schallschutzes und der Feuerwiderstandsdauer der tragenden
Bauteile gelten sollen, so ermäßigen sich die Gebühr
nach Nummern 11.12.1 bis 11.12.6 sowie 11.12.9 und 11.12.10 für
den zweiten und jeden weiteren Abschnitt auf die Hälfte. Das gilt
nicht, wenn nur einzelne Bauteile einer baulichen Anlage gleich sind. |
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| 11.12.14 |
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Die Gebühr wird nach Zeitaufwand
berechnet für |
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a) |
die Überwachung der Ausführung
in konstruktiver Hinsicht; die Gebühr soll jedoch die Hälfte
der Grundgebühr nicht übersteigen. |
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b) |
Leistungen, die durch anrechenbare Bauwerte
nicht zu erfassende bauliche Anlagen oder Bauteile zum Gegenstand haben
oder bei denen die über die anrechenbaren Bauwerte ermittelten Gebühren
bezogen auf den tatsächlichen Aufwand unverhältnismäßig
gering wären, |
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c) |
die Prüfung von Nachweisen
für Außenwandbekleidungen und Fassaden, für die ein Standsicherheitsnachweis
erbracht werden muss,**** |
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d) |
Typenprüfungen (§ 68
LBO), |
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e) |
die Verlängerung von Typenprüfungen, |
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f) |
sonstige Leistungen, die in den
Nummern 11.12.1 bis 11.12.13 nicht aufgeführt sind. |
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Bei der Berechung der Gebühr
ist die Zeit anzusetzen, die unter regelmäßigen Verhältnissen
von einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft benötigt wird. Für
jede Arbeitsstunde wird ein Betrag von 1,6 Prozent des Monatsgrundgehalts
eines Landesbeamten in der Endstufe der Besoldungsgruppe A 15 berechnet.
Der Betrag ist auf volle Euro aufzurunden. Die oberste Baurechtsbehörde
gibt den jeweils der Gebührenberechnung zugrunde zu legenden Stundensatz
bekannt. |
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Für Typenprüfungen im
Sinne des Absatzes 1 Buchst. d) wird der zweifache Stundensatz nach Satz
2 des vorangegangenen Absatzes angesetzt. |
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| * |
In der Regel eine Gebühr
nach Nummern 11.12.1 und 11.12.2, vervielfacht mit dem Verhältnis
des Umfangs der Nachträge zum ursprünglichen Umfang |
| ** |
Wenn eine eigenständige Heißbemessung
erforderlich ist und der Brandschutz nicht nach üblichen Tabellenwerken
nachgewiesen werden kann. |
| *** |
In der Regel eine Gebühr
nach Nummer 11.12.1, vervielfacht mit dem Verhältnis des Umfangs
der zusätzlichen Nachweise zum Umfang der Hauptnachweise. |
| **** |
Davon betroffen sind z.B. vorgehängte
Natursteinfassaden oder >>selbsttragende Fassaden<<. |
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| 11.12.15 |
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Als Mindestgebühr für
eine bautechnische Prüfung wird der zweifache Stundensatz nach Nummer
11.12.14 Satz 2 des vorletzen Absatzes angesetzt. |
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| 11.13 |
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Bauwerksklassen (zu Gebührentabelle in
Nummer 11.16) |
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Bauwerksklasse 1 |
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Tragwerke mit sehr geringem Schwierigkeitsgrad,
insbesondere einfache statisch bestimmte ebene Tragwerke aus Holz, Stahl,
Stein oder unbewehrtem Beton mit vorwiegend ruhenden Lasten, ohne Nachweis
horizontaler Aussteifung; |
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Bauwerksklasse 2 |
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Tragwerke mit geringem Schwierigkeitsgrad, insbesondere
einfache ebene Tragwerke in gebräuchlichen Bauarten ohne vorgespannte
Konstruktionen und Verbundkonstruktionen, mit vorwiegend ruhenden Lasten,
wie zum Beispiel |
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- |
einfache Dach- und Fachwerkbinder, |
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- |
Kehlbalkendächer, |
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- |
Deckenkonstruktionen mit vorwiegend ruhenden
Flächenlasten, |
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- |
Mauerwerksbauten mit bis zur Gründung
durchgehenden tragenden Wänden ohne Nachweis der horizontalen Aussteifung
des Gebäudes, |
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- |
Stützwände einfacher Art |
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- |
Flachgründungen einfacher Art (Einzel-
und Streifenfundamente); |
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Bauwerksklasse 3 |
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| |
Tragwerke mit durchschnittlichem Schwierikeitsgrad,
insbesondere schwierige statisch bestimmte und statisch unbestimmte ebene
Tragwerke in gebräuchlichen Bauarten ohne vorgespannte Konstruktionen
und ohne schwierige Stabilitätsuntersuchungen, wie zum Beispiel |
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| |
- |
einfache Verbundkonstruktionen des Hochbaus, |
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- |
Tragwerke für Gebäude mit Abfangungen
von tragenden beziehungsweise aussteifenden Wänden, |
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- |
Tragwerke für Rahmen- und Skelettbauten,
soweit nicht in Bauwerksklasse 4, |
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- |
Behälter einfacher Konstruktionen, |
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- |
Schornsteine ohne Schwingungsberechnung, |
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- |
Maste mit einfachen Abspannungen, bei denen
der Seildurchhang vernachlässigt werden kann, |
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- |
ein- und zweiachsig gespannte mehrfeldrige
Decken unter ruhenden Lasten, soweit nicht in Bauwerksklasse 2, |
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- |
Flächengründungen einfacher Art, |
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- |
Stützwände ohne Rückverankerung
bei schwierigen Baugrund- und Belastungsverhältnissen und einfach
verankerte Stützwände, |
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- |
ebene Pfahlrostgründungen; |
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Bauwerksklasse 4 |
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| |
Tragwerke mit überdurchschnittlichem Schwierigkeitsgrad,
insbesondere statisch und konstruktiv schwierige Tragwerke in gebräuchlichen
Bauarten und Tragwerke, für deren Standsicherheits- und Festigkeitsnachweis
schwierig zu ermittelnde Einflüsse zu berücksichtigen sind,
wie zum Beispiel |
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- |
statisch bestimmte räumliche Fachwerke, |
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- |
weitgespannte Hallentragwerke in Ingenieurholzbaukonstruktion, |
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- |
mehrgeschossige Bauwerke mit unregelmäßiger
Gestaltung und wiederholt im Grundriss verspringenden Aussteifungselementen,
bei deren Schittgrößenermittlung die Formänderungen zu
berücksichtigen sind, |
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- |
Bauwerke, bei denen Aussteifung und Stabilität durch
Zusammenwirken von Fertigteilen sichergestellt und nachgewiesen werden
muss, |
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- |
unregelmäßige mehrgeschossige Rahmentragwerke
und Skelettbauten, Kesselgerüste, |
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| |
- |
einfache Trägerroste und einfache orthotrope Platten, |
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- |
Hallentragwerke mit Kranbahnen, |
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- |
vorgespannte Fertigteile, |
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- |
Tragwerke für schwierige Rahmen- und Skelettbauten
sowie turmartige Bauten, bei denen der Nachweis der Stabilität und
Aussteifung die Anwendung besonderer Berechnungsverfahren erfordert, |
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- |
einfache Faltwerke nach der Balkentheorie, |
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| |
- |
statisch bestimmte und einfache statisch unbestimmte Tragwerke
deren Schnittkraftermittlung nach Theorie II. Ordnung erfolgen muss, |
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- |
statisch bestimmte und statisch unbestimmte Tragwerke des
Hochbaus unter Einwirkung von Vorspannung, soweit sie nicht der Bauwerksklasse
5 zugeordnet sind, |
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- |
Verbundkonstruktionen, soweit sie nicht den Bauwerksklassen
3 oder 5 zuzuordnen sind, |
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- |
einfache Tragwerke nach dem Traglastverfahren, |
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- |
einfache Rotationsschalen, |
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- |
Tankbauwerke aus Stahl mit einfachen Stabilitätsnachweisen, |
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- |
Behälter und Silos schwieriger Konstruktion, auch
in Gruppenbauweise, |
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- |
Maste, Schornsteine, Maschinenfundamente u. a. mit einfachen
Schwingungsuntersuchungen, |
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- |
schwierige Abspannungen von Einzelmasten oder Mastgruppen, |
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- |
Seilbahnkonstruktionen, |
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- |
schwierige verankerte Stützwände, schwierige
statisch unbestimmte Flächengründungen, schwierige ebene oder
räumliche Pfahlgründungen, besondere Gründungsverfahren,
Unterfahrungen; |
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Bauwerksklasse 5 |
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Tragwerke mit sehr hohem Schwierikeitsgrad,
insbesondere statisch und konstruktiv ungewöhnlich schwierige Tragwerke
und schwierige Tragwerke in neuen Bauarten, wie zum Beispiel |
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- |
räumliche Stabtragwerke, |
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- |
statisch unbestimmte räumliche Fachwerke, |
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- |
Faltwerke, Schalentragwerke (soweit nicht unter Bauwerksklasse
4), |
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- |
statisch unbestimmte Tragwerke, die Schnittkraftermittlungen
nach Theorie II. Ordnung unter Berücksichtigung des nichtlinearen
Werkstoffverhaltens erfordern, |
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- |
Tragwerke mit Standsicherheitsnachweisen, die nur unter
Zuhilfenahme modellstatischer Untersuchungen beurteilt werden können, |
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- |
Tragwerke mit Schwingungsuntersuchungen (soweit nicht unter
Bauwerksklasse 4), |
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- |
seilverspannte Zeltdachkonstruktionen und Traglufthallen
bei Behandlung nach der Membrantheorie, |
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- |
mit Hochhäusern vergleichbar hohe Gebäude, bei
denen ein Stabilitätsnachweis nach Theorie II. Ordnung erforderlich
sowie das Schwingungsverhalten zu untersuchen ist, |
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- |
Verbundkonstruktionen nach der Plastizitätstheorie
oder mit Vorspannung, |
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- |
schwierige Trägerroste und schwierige orthotrope Platten, |
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- |
Turbinenfundamente. |
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| 11.14 |
Tabelle der durchschnittlichen
anrechenbaren Bauwerte je Kubikmeter Brutto-Rauminhalt
(zu Gebührentabelle in Nr. 11. 16) |
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Lfd. Nr. |
Gebäudeart |
|
Euro/m³ |
| |
1 |
Wohngebäude |
|
98 |
| |
2 |
Wochenendhäuser |
|
86 |
| |
3 |
Büro- und Verwaltungsgebäude, Banken
und Arztpraxen |
|
132 |
| |
4 |
Schulen |
|
125 |
| |
5 |
Kindertageseinrichtungen |
|
112 |
| |
6 |
Hotels, Pensionen und Heime bis jeweils 60
Betten; Gaststätten |
|
112 |
| |
7 |
Hotels, Heime und Sanatorien mit jeweils mehr als 60 Betten |
|
131 |
| |
8 |
Krankenhäuser |
|
145 |
| |
9 |
Versammlungsstätten, wie Mehrzweckhallen,
soweit nicht nach Nummern 11 und 12, Theater, Kinos |
|
112 |
| |
10 |
Hallenbäder |
|
120 |
| |
11 |
eingeschossige, hallenartige Gebäude wie
Verkaufsstätten, Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude in einfachen
Rahmen- oder Stiel-/Riegelkonstruktionen sowie einfache Sporthallen und
landwirtschaftliche Betriebsgebäude, soweit nicht nach Nr. 19, |
|
|
| |
11.1 |
Bauart schwer* |
|
33 |
| |
11.2 |
sonstige Bauart |
|
26 |
| |
12 |
andere eingeschossige Verkaufstätten,
Sportstätten |
|
75 |
| |
13 |
andere eingeschossige Fabrik-, Werkstatt- und
Lagergebäude |
|
66 |
| |
14 |
mehrgeschossige Verkaufstätten |
|
|
| |
14.1 |
bis 10 000 m³ Brutto-Rauminhalt |
|
100 |
| |
14.2 |
der 10 000 m³ übersteigende Brutto-Rauminhalt |
|
75 |
| |
14.3 |
der 10 000 m³ übersteigende Brutto-Rauminhalt
bei besonders schwieriger Bauweise |
|
100 |
| |
15 |
mehrgeschossige Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude |
|
|
| |
15.1 |
bis 10 000 m³ Brutto-Rauminhalt |
|
87 |
| |
15.2 |
der 10 000 m³ übersteigende Brutto-Rauminhalt |
|
65 |
| |
16 |
eingeschossige Garagen, ausgenommen offene
Kleingaragen |
|
72 |
| |
17 |
mehrgeschossige Mittel- und Großgaragen |
|
87 |
| |
18 |
Tiefgaragen |
|
134 |
| |
19 |
Schuppen, Kaltställe, offene Feldscheunen,
offene Kleingaragen und ähnliche Gebäude |
|
30 |
| |
20 |
Gewächshäuser |
|
|
| |
20.1 |
bis 1500 m³ Brutto-Rauminhalt |
|
26 |
| |
20.2 |
der 1500 m³ übersteigende Brutto-Rauminhalt |
|
16 |
| * |
Gebäude mit Tragwerken, die
überwiegend in Massivbauart errichtet werden. |
| |
Zuschläge auf die anrechenbaren Bauwerte: |
|
|
| |
- |
bei Gebäuden mit
mehr als 5 Vollgeschossen |
|
5 Prozent |
| |
- |
bei Hochhäusern |
|
10 Prozent |
| |
- |
bei Geschoßdecken,
die mit Gabelstapler,Schwerlastwagen (SLW) oder Schienenfahrzeugen befahren
werden, für die betreffenden Geschosse |
|
10 Prozent |
| |
- |
bei Hallenbauten
( Nummer 11) mit nicht geringen Einbauten |
|
bis
20 Prozent |
| |
Sonstiges: |
|
|
| |
- |
Für die Berechnung des Brutto-Rauminhalts
ist DIN 277 Teil 1 (Ausgabe Februar 2005) maßgebend. |
|
|
| |
-
|
Bei Flächengründungen sind je Quadratmeter
Sohlplatte 2 m³ zum Brutto-Rauminhalt hinzuzurechnen. Mehrkosten
für außergewöhnliche Gründungen (z.B. Pfahlgründungen,
Schlitzwände) sind getrennt zu ermitteln und den anrechenbaren Bauwerten
hinzuzurechnen. |
|
|
| |
-
|
Bei Gebäuden mit gemischter Nutzung
ist für die Ermittlung der anrechenbaren Bauwerte die offensichtlich
überwiegende Nutzung maßgebend.
Liegt ein offensichtliches Überwiegen einer Nutzung nicht vor,
sind für die verschiedenen Nutzungsarten die anrechenbaren Bauwerte
anteilig zu ermitteln. Enthält ein Gebäude eine Tiefgarage,
so kann der Tiefgaragenanteil abweichend von Satz 1 nach Nummer 18 ermittelt
werden. |
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|
| |
|
|
|
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| 11.15 |
|
Verzeichnis der Gewerke für die Ermittlung
der anrechenbaren Kosten nach Nr. 11.12 d) und e) |
|
|
| |
Lfd. Nr. |
Gewerk |
|
maßgebende DIN |
| |
1 |
Erdarbeiten |
|
DIN 18300 |
| |
2 |
Mauerarbeiten |
|
DIN 18330 |
| |
3 |
Betonarbeiten |
|
DIN 18331 |
| |
4 |
Naturwerksteinarbeiten |
|
DIN 18332 |
| |
5 |
Betonwerksteinarbeiten |
|
DIN 18333 |
| |
6 |
Zimmer- und Holzbauarbeiten |
|
DIN 18334 |
| |
7 |
Stahlbauarbeiten |
|
DIN 18335 |
| |
8 |
Tragwerke und Tragwerksteile aus Stoffen, die anstelle
der in den vorgenannten Gewerken enthalten Stoffe verwendet werden |
|
|
| |
9 |
Abdichtungsarbeiten |
|
DIN 18336 |
| |
10 |
Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten |
|
DIN 18338 |
| |
11 |
Klempnerarbeiten |
|
DIN 18339 |
| |
12 |
Metallbauarbeiten |
|
DIN 18360 |
| |
13 |
Bohrarbeiten |
|
DIN 18301 |
| |
14 |
Verbauarbeiten |
|
DIN 18303 |
| |
15 |
Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten |
|
DIN 18304 |
| |
16 |
Wasserhaltungsarbeiten |
|
DIN 18305 |
| |
17 |
Kosten für Baustelleneinrichtungen |
|
|